5.5. Empfohlene Vorgehensweisen beim Betrieb des Clients auf Terminal Servern

Schon von Anfang an hat IDERI note den Betrieb aller seiner Komponenten sowohl auf den Terminal-Server-Ausgaben der Windows®-Serverbetriebssysteme als auch in den RDP-Sitzungen der Workstationvarianten in der Familie der Windows®-Betriebssysteme unterstützt. Über die Zeit hinweg ist jedoch der Umfang der Produktfunktionalität, insbesondere beim IDERI note Client, stetig gewachsen, ohne dass dabei jedes neue Produktmerkmal zusätzlichen Mehrwert speziell beim Betrieb auf einem Terminal Server mit sich gebracht hätte.

Da aber jedes neue Produktmerkmal zusätzliche Anforderungen an die Prozessorleistung und an den Speicherbedarf stellt, wurde der IDERI note Client dergestalt entworfen, dass Produktmerkmale zum Installationszeitpunkt mit einer Vielzahl an MSI-Eigenschaftswerten oder zur Laufzeit mit korrespondierenden Registrierdatenbankwerten oder Einstellungen aus einer Gruppenrichtlinie deaktiviert werden können. Dies ist von besonderer Bedeutung auf Terminal Servern, wo Prozessoren und Speicher oft von Hunderten gleichzeitig angemeldeter Benutzern geteilt werden und wo sich zusätzlicher Bedarf an Ressourcen von Seiten einer Anwendung schnell aufaddiert, da er mit der Anzahl an gleichzeitigen Benutzerverbindungen multipliziert wird. Dieser Abschnitt wird ganz spezifisch auf diejenigen Produktmerkmale des IDERI note Clients eingehen, die nur wenig oder gar nicht sinnvoll sind beim Betrieb auf einem Terminal Server, aber dennoch erheblich zum Ressourcenverbrauch beitragen können. Dies soll dazu dienen, dass der Leser seine existierende Installation des IDERI note Clients auf einem Terminal Server überprüfen kann oder um damit zukünftige Installationen des IDERI note Clients auf Terminal Servern vorzubereiten.

5.5.1. Betrieb des Clients auf dem Anmeldebildschirm

Der Betrieb des Clients auf dem Anmeldebildschirm (siehe Abschnitt 5.2) ist das prominenteste Beispiel eines Produktmerkmals des IDERI note Clients, das auf einem Terminal Server niemals aktiviert werden sollte. Der Anmeldebildschirm einer Terminalserversitzung kann nur ein winziges Zeitintervall lang beim Einloggen oder während des Starts einer Anwendung als Administrator mit erhöhten Rechten vom Benutzer überhaupt wahrgenommen werden. Nicht ohne Grund warnt das Installationspaket des IDERI note Clients (siehe Abbildung 3.23) sowie der IDERI note Client Anpassungsassistent und seine Hilfeseiten explizit davor, den IDERI note Client auf Terminal Servern mit diesem Produktmerkmal aktiviert zu installieren. Dieses Produktmerkmal sorgt für eine weitere Instanz des IDERI note Clients auf jeder Terminalsession, die aus Sicht des IDERI note Servers im Kontext des Active Directory® Computerkontos des Rechners agiert. Diese Einstellung beeinträchtigt üblicherweise auf einer Einzelbenutzerworkstation die Leistung nicht, kann aber auf einem Terminal Server die durch den IDERI note Client erzeugte Prozessorlast und den Speicherbedarf nicht selten verdoppeln. Der Betrieb des Clients auf dem Anmeldebildschirm ist eine Entscheidung zum Installationszeitpunkt und wird durch den MSI-Eigenschaftswert STARTWINLOGONCLIENTS (siehe Tabelle intclnt.msi MSI properties) gesteuert.

5.5.2. Unterbrechen des Bildschirmschoners, Aktivierung des Anmeldebildschirms bei wartenden Nachrichten und Benachrichtigungen auf dem Anmeldebildschirm

Das Unterbrechen des Bildschirmschoners, die Aktivierung des Anmeldebildschirms bei wartenden Nachrichten und Benachrichtigungen auf dem Anmeldebildschirm über wartende Nachrichten auf dem gesperrten Benutzerdesktop sind weitere Beispiele von Produktmerkmalen des IDERI note Clients, die auf einem Terminal Server von wenig oder gar keinem Nutzen sind. Während diese Produktmerkmale mit feiner Granularität (siehe Abschnitte 5.4 und 5.2) eingestellt werden können, sind sie zunächst standardmässig beim Betrieb auf einem Windows®-Serverbetriebssystem deaktiviert. Sie können auf einem Windows®-Serverbetriebssystem nur durch Zuweisen eines Werts ungleich 0 an den DWORD-Registrierdatenbankwert ServerOverrideWLN (siehe Tabelle notecln.exe Registrierdatenbankwerte) aktiviert werden. Zum Installationszeitpunkt kann dieses Verhalten durch den MSI-Eigenschaftswert SERVER_OVERRIDE_WLN (siehe Tabelle intclnt.msi MSI properties) gesteuert werden. Auf Terminal Servern sollte dieser DWORD-Registrierdatenbankwert immer den Standardwert “0” haben.

5.5.3. Optimierungen im IDERI note Ticker für Terminal Server

Der IDERI note Ticker kann seine Leistung auf Terminal Servern auf Kosten von Feinheiten der Benutzerschnittstelle wie etwa einem Einblendeffekt an den Rändern in die Hintergrundfarbe mit Hilfe des DWORD-Registrierdatenbankwerts TermServOptimize (siehe Tabelle notecln.exe Registrierdatenbankwerte) zur Laufzeit optimieren. Zum Installationszeitpunkt kann dieses Verhalten durch den MSI-Eigenschaftswert TERMSERV_OPTIMIZE (siehe Tabelle intclnt.msi MSI properties) gesteuert werden. Auf Terminal Servern sollten diese Werte immer ihren Standardwert “1” haben um den Einfluss des IDERI note Tickers auf die Leistung eines Terminal Servers zu minimieren.